RoboCup 2004 – Portugal

RoboCup 2004 in Lissabon, Portugal

Roboterfußball international
Moderner Fußball 2.0, das verspricht der RoboCup, welcher seit 1997 regelmäßig an den unterschiedlichsten Orten der Welt ausgetragen wird. Studenten und Wissenschaftler versammeln sich hierzu um künstliche Intelligenz dem runden Leder nachjagen zu lassen. Die Initiatoren des RoboCup haben sich viel vorgenommen, so wollen sie bis zum Jahr 2050 den amtierenden Fußball-Weltmeister in einem echten Spiel auf Rasen besiegen. Das Ziel klingt utopisch und dennoch erscheint es möglich angesichts der enormen Fortschritte vergangener Jahre. Wahrscheinlich werden dann auch Sportwetten mit Bitcoin auf Roboterfussballteams möglich sein.

Wettbewerb in verschiedenen Kategorien
Die Spiele werden in verschiedenen Ligen abgehalten, wobei damit jeweils spezifische Anforderungen verbunden sind. Die Königsliga ist die der Humanoide. Hierin spielen Roboter mit menschenähnlicher Gestalt gegeneinander, die gleichzeitig vollständig autonom handeln. Es gibt KidSize, TeenSize und AdultSize, wobei letztere für Roboter größer als 130cm bestimmt ist. Im Mittelpunkt des AdultSize stehen die Anforderungen an das Laufen auf zwei Beinen, die visuelle Wahrnehmung und die Koordination des Mannschaftsspiels.

3D-Simulation als Novum
Während des RoboCup 2004 in Lissabon fanden erstmals Spiele in 3D-Simulation statt. Durch einen sogenannten 3D-Server entsteht eine komplette Physik-Engine, das heißt die menschenähnlichen Humanoid-Roboter können den Spielball in drei Dimensionen bewegen, wodurch der mechanische Fußball realisitischer wird.

Präzises und rasantes Spiel bestimmten den Wettbewerb in Lissabon, worin vor allem Teams aus Japan und Deutschland spielbestimmend waren.

Spieltheorie durch künstliche Intelligenz
Bereits Mitte des 20. Jahrhunderts schlugen Wissenschaftler vor, Automaten zu schaffen, welche den Menschen in diversen Sportarten schlagen können. Beginnend mit einem Schachcomputer, wurde das Konzept stets weiter entwickelt. Infolgedessen wurde herausgefunden, dass Intelligenz Körper und Wahrnehmung braucht. Die Robotik erlebte eine Renaissance und autonome Roboter sollten von nun an gegeneinander antreten.

Lissabon, ein Meilenstein
In der technischen Entwicklung des HighTech-Sports wurde durch Lissabon ersichtlich, welches Potential bzgl. der Robotik noch ausgeschöpft werden kann, und dass die Zukunft der Robotertechnik vielversprechend ist. Sie verlangt Planen, Motorik, Lernen, Sensorik, reaktives Verhalten, Schwarmkoordination und Selbstlokalisierung. Schaffen es Wissenschaftler diese Kriterien zu perfektionieren, ist es möglich, das 2050 erstmals eine Roboterfußballmannschaft die Weltmeisterschaft holt, fehlen lediglich noch die Emotionen.